7 Tipps

Für mehr Sinnlichkeit in der Beziehung

Lust erwacht

Ein gutes Team und mehr

Ihr funktioniert gut zusammen.
Der Alltag läuft.
Entscheidungen trefft ihr gemeinsam.
Ihr seid ein starkes Team.

Und dennoch fehlt etwas.

Die Lust ist leiser geworden.
Berührungen finden seltener statt.
Das Prickeln ist irgendwo zwischen Verpflichtungen und Ambitionen verloren gegangen.

Eine liebevolle Beziehung ohne gelebte Lust kommt häufig vor.
Sie lädt dazu ein, genauer hinzuschauen.

Diese sieben Impulse geben eurer Sinnlichkeit wieder Raum.
Lass sie wirken.

1. Erotische Distanz.
Warum Nähe Abstand braucht.

Sinnlichkeit entsteht aus Nähe
und aus dem Wechselspiel von Nähe und Distanz.

Wenn wir uns vor allem als Eltern, Organisatorinnen oder Problemlöser begegnen,
verblasst etwas, das Anziehung nährt.
Das Gefühl von Eigenständigkeit.

Mehr gemeinsame Zeit allein führt selten weiter.
Lebendig wird es durch Eigen Sein.

Zeit für dich.
Zeit für mich.
Eigene Interessen.
Eigene Räume.

Erotische Spannung wächst dort,
wo sich zwei Menschen wirklich begegnen.
Sie verliert sich dort, wo alles erklärt und abgestimmt wird.

2. Neu – ein Zauberwort

Routine trägt Ordnung und Verlässlichkeit.
Sie schafft Sicherheit.
Und sie lässt sinnliche Wahrnehmung leiser werden.

Der Ausweg liegt selten in großen Gesten.
Kleine, unerwartete Momente wirken tiefer.

Eine andere Art der Begrüßung
Ein Blick, der etwas länger verweilt
Eine Nachricht, die überrascht

Sinnlichkeit liebt das Unerwartete im Vertrauten.

3 Muße – absichtslos Sein

Viele Paare sind nicht lieblos.

Sie sind erschöpft.

Ein voller Alltag lässt kaum Raum zum Spüren.
Ohne Spüren verklingt Sinnlichkeit.

Muße bedeutet mehr als Untätigkeit.
Muße ist Zeit ohne Zweck.

Zeit, in der nichts erreicht werden muss.
Zeit, in der der Körper wieder sprechen darf.

Sinnlichkeit beginnt dort,
wo Eile endet.

4 Lust statt Leistung

Sex zählt zu den wenigen Lebensbereichen,
in denen Leistung ihren Sinn verliert.

Ein hoher Anspruch spannt den Körper an.
Ein angespannter Körper fühlt weniger.
Der sinnliche Fluss wird enger.

Lust entfaltet sich durch Einlassen.
Durch Präsenz.
Durch Zeit.

Muße und innere Erlaubnis
öffnen neue sinnliche Horizonte.
Leise zuerst
und dann immer weiter.

5 Empfänglichkeit.
Dein Körper als Instrument

Dein Körper gleicht einem Musikinstrument.
Er kann schwingen, klingen, antworten.
Aufmerksamkeit bringt ihn in Resonanz.

Versuche es im Alltag:

bewusst riechen
bewusst schmecken
bewusst fühlen
bewusst sehen

Zum Beispiel

den Duft eines Menschen wahrnehmen
eine Berührung langsamer zulassen
einen Moment länger hinschauen

Je feiner dein Empfinden wird,
desto klarer zeigen sich Bedürfnisse
und desto leichter finden sie Worte.

6 Die Gedanken sind frei.
Erotische Fantasien

Erotische Fantasien gehören zur Lebendigkeit.
Sie entstehen im inneren Raum.

Manche bleiben still.
Andere werden geteilt.
Alle dürfen existieren.

Fantasien weiten den erotischen Raum.
Ein weiter Raum bereichert Begegnungen.

7 Lust und romantische Liebe.
Ein ungleiches Paar

Romantische Liebe sucht Sicherheit.
Lust sucht Lebendigkeit.

Gemeinsam entfalten sie Tiefe.
Nach einer Phase inniger Nähe folgen sie eigenen Regeln.

Im Alltag rückt ein Paar näher zusammen.
Ein starkes Wir und Sicherheit entstehen.
Ich kann mich auf den anderen verlassen, weil ich ihn kenne.

Ecken, Kanten, Wechsel und Unbekanntes treten zurück.
Ich könnte ein vertrautes Bild irritieren und Ablehnung riskieren.
So stelle ich andere Seiten von mir zurück.

Rollenspiele, Perspektivwechsel und neue Räume
sowie bewusste Brüche in Routinen
bei gleichzeitig gepflegten Ritualen
wirken wie psychologische Aphrodisiaka.

Sie ermöglichen neue Begegnungen
bei erhaltener Verbundenheit.

Manchmal braucht Sinnlichkeit ein Spiel,
um wieder ernsthaft lebendig zu werden.

Ausklang

Sinnlichkeit ist kein Extra.
Sie gehört zu einer lebendigen, stabilen Beziehung.

Ihr Ursprung liegt im Spüren.
Im Zulassen.
Im Mut zu kleinen Veränderungen.

Manchmal reicht ein Impuls.
Manchmal ruft eine Reise.

Herzlich
Angela

 

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